Quattro Valli Ticinesi

Romantische Frühjahrstour im Tessin

Nur wenige Bergbegeisterte „verirren“ sich in diesen abgelegenen Teil des Tessins. Doch die lange Anreise lohnt sich ohne jeden Zweifel. Landschaftlich bietet diese Tour alles, was das typische Südalpenflair ausmacht: Kleine Steinhausunterkünfte, romantische Bergseen und mediterrane Flora in purer Wildnis.


Überblick

Anmeldefrist: 18.05.2025

Das Tessin scheint die perfekte Region für das Frühjahr zu sein. Milde Temperaturen, höhere Schneegrenze und das typische Südalpenflair sorgen sofort für Urlaubsgefühle. Wir reisen bereits am Freitagabend an und verbringen die Nacht in Locarno. Bereits die Anreise durch das malerische Centovalli auf der nostalgischen Zugstrecke ist ein Highlight für sich. Von Locarno geht die Anreise am Samstagmorgen weiter ins hinterste Maggia-Tal. Hier beginnt unsere traumhafte 3-Tages-Tour durch 4 abgelegene Täler, bei denen wir neben traumhaften Eindrücken auch ordentlich Höhenmeter sammeln.

Verpflegung
Der Tourenpreis beinhaltet 3 Übernachtungen und einen Teil der Verpflegung. Das Abendessen am Anreisetag ist nicht eingerechnet. Zudem verbringen wir eine Nacht auf einer Selbstversorgerhütte. Für Nachtessen ist dort gesorgt, 1 Frühstück bitte selbst einplanen. Keine Einkaufsmöglichkeiten während der Tour.

Infos zur Anreise
Abfahrt (Kandersteg): 15.41 Uhr
Ankunft (Locarno): 19:20 Uhr
Infos zur Abreise
Abfahrt (Spruga): 14:24 Uhr (spätestens)
Ankunft (Kandersteg): 19:13 Uhr

Kosten ÖV (ab/nach Kandersteg)
zusätzlich 180 CHF (Vollpreis ohne Halbtax inkl. Platzreservierung FART)

Ausgangsort / Gebiet

Eckdaten zur Tour

💰 200 CHF (exkl. ÖV)
🕐 4 Tage
💪 Mittel
📅 06. – 09.06.2025
🔧 Wanderausrüstung
🌎 Schweiz

Anmeldung zur Tour

Mit dieser Anmeldung erhältst du alle Update-Infos zu dieser Tour. Keine verbindliche Anmeldung! Diese erfolgt separat.

← Back

Deine Nachricht wurde gesendet

Achtung
Achtung
Interesse?(erforderlich)

Achtung
Verpflegung?(erforderlich)

Achtung
Alpenvereinsmitglied?(erforderlich)

Achtung
Achtung
Warnung!


Etappen

Tag 1: Über dem Maggia-Tal


1800
Hm

480
Hm

10
km

7:30
h

Obwohl wir den ersten Teil der Strecke von Locarno ins hintere Maggia-Tal mit dem Bus zurücklegen, hat es die Einstiegs-Etappe höhenmetertechnisch in sich. Doch das romantische Flair, das sich in diesem abgelegenen Hüttenaufstieg präsentiert, lässt uns die Anstrengungen schnell vergessen.
Von Cevio aus führt uns der Saumpfad durch dichte Wälder in schier unendlichen Kehren relativ steil ansteigend auf die Alpe Rotonda. Von hier geht es dann etwas angenehmer in die Traverse des östlichen Rückens, der vom Pizzo Sascòla herunterzieht und wir erreichen gegen Mittag den gleichnamigen Bergsee. Im Frühjahr häufig noch mit Eisschollen bedeckt wird der Lago di Sascòla aber vermutlich nicht zum Baden einladen.
Die zweite Tageshälfte führt uns nun in recht alpines Gelände und damit etwas wilder in den Sattel zwischen Pizzo Alzasca und Pizzo Mezzodì. Hier haben wir alle Aufstiegshöhenmeter des Tages überwunden. Wir geniessen den Abstieg über die Bocchetta di Cansgéi und erreichen durch einen wundervollen lichten Lärchenwald den Lago d’Alzasca und schliesslich eine der abgelegensten Berghütten der Schweiz.


Tag 2: Ins Valle di Vergeletto


1300
Hm

1360
Hm

14
km

7:30
h

Am heutigen Tag erwarten uns kontrastreiche Momente. Während uns der Pass, der uns ins Valle di Vergeletto führt, mit traumhafter Aussicht belohnt, wirkt der Abstieg durch das enge Val dala Camána fast wie eine Schluchtenwanderung.
Von der Capanna d’Alzasca steigen wir durch eine schattige Mulde, die im Frühsommer meist noch reichlich Altschnee lagert, in die Bochèta de Dòia auf. Falls uns die Fernsicht hier noch nicht ausreicht, führt ein kleiner Pfad für rund 100 Extra-Höhenmeter auf den La Cramalína.
Vom Pass steigen wir nach einer kurzen Rast in südlicher Richtung steil über die Almwiesen der Alpe Dòia ab. Das hier beginnende Val dala Camána verengt sich immer weiter während wir dem Alpbach folgen, der schliesslich in den Fluss Ribo mündet. Hier haben wir das Valle di Vergeletto erreicht.
Für einen kurzen Abschnitt folgen wir dem Talboden taleinwärts, bevor wir auf der gegenüberliegenden Seite erneut zum Aufstieg ansetzen. Mehrere Saumpfade führen auf die Alpe d’Arena, wo wir uns an diesem Abend selbst versorgen und nächtigen.


Tag 3: Ein letzter Pass


500
Hm

1100
Hm

7
km

4:30
h

Für unseren letzten Tag gilt es zunächst den Pass dal Bösan zu ersteigen, bevor wir aus mehreren Routenoptionen wählen können, die uns alle ins eindrückliche Valle Onsernone führen.
Von der Alpe d’Arena steigen wir in einer leichten Traverse anfangs gemütlich, später steiler in den Pass dal Bösen. Es bieten sich nun diverse weglose Gipfeloptionen oder der direkte Abstieg über einen breiten Bergrücken in Richtung des kleinen Bergdorfs Spruga. Bei gutem Wetter lohnt sich allerdings ein kleiner Umweg über den Laghétt di Salèi, einen traumhaft gelegenen Bergsee umgeben von lichten Lärchenwäldern.
Am späten Mittag erreichen wir Spruga oder Comologno im Valle Onsernone, von wo aus uns der Postbus entlang der kurvenreichen Bergstrasse bis nach Intragna bringt. Ab hier herrscht wieder Anschluss an die Centovalli-Bahn.