Balmhorn 3690 m (Normalroute)

Über den SW-Grat (Zackengrat) auf den mächtigen 3000er

Für die Besteigung des Balmhorns über den Zackengrat eignet sich der Frühsommer, wenn die steile N-Flanke des Schwarzgletschers noch Altschnee trägt. Bei zunehmender Ausaperung wird der Zugang zum Grat zur Schlüsselstelle der Tour. Ein Biwak am Gletscherrand bietet die Möglichkeit am frühen Morgen bei guten Firnverhältnissen aufzusteigen.


Überblick

Das Balmhorn kann prinzipiell von allen Himmelsrichtungen aus bestiegen werden. Während die Routen vom Lötschenpass (Gitzigrat) und Gasterntal (Wildelsigegrat) sehr anspruchsvoll sind, bietet der Zackengrat eine erstaunlich moderate Zugangsmöglichkeit zum Gipfelplateau. Anspruchsvoll ist dabei vor allem der nordseitige Zustieg auf den Grat. Pickel und Steigeisen sind in der steilen Firnflanke unerlässlich. Auch die Steinschlaggefahr vom Rinderhorn muss berücksichtig werden.

Diese Tour schliesst ein Biwak auf der Moräne des Schwarzgletschers ein. Der Zustieg zum Biwak kann am Vorabend der eigentlich Tour absolviert werden, sodass für diese Tour sowohl eine Fr/Sa als auch eine Sa/So-Option in Frage kommen. (Entscheidung kurzfristig, je nach Witterung)

Ausrüstung
Standard-Hochtourenausrüstung (Seil, Pickel, Helm, Eisschrauben, etc.) sowie Schlafsack und eine Isomatte. Verpflegung/Kocher für den Biwakabend ist nicht nötig, wir steigen erst nach dem Abendessen auf.

Treffpunkt
18:00 Uhr Talstation Sunnbüel (Kandersteg) oder gemeinsames Abendessen um 17:00 Uhr in Kandersteg.

Ausgangsort / Gebiet

Eckdaten zur Tour

💰 – €
🕐 2 Tage
💪 Anspruchsvoll
📅 23. – 24.06.2023
🔧 Biwak/Hochtour
🌎 Schweiz

Anmeldung zur Tour

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Etappen

Tag 1: Zustieg zum Biwak


1370
Hm

110
Hm

9.5
km

4:00
h

Nach einem kurzen und leichten Abendessen steigen wir von Eggeschwand auf die Sunnbüel. Der Aufstieg bis hier nimmt in der Regel 1.5 h in Anspruch. Wir durchqueren im Anschluss die Spittelmatte und queren den Schwarzbach auf Höhe des Sagiwaldes.

Nun biegen wir in das schmale Tal zwischen Altels und Rinderhorn und folgen den Wegspuren auf die Moräne des Schwarzgletschers. Dieser hat sich im unteren Teil fast vollständig unter die Geröllschicht zurückgezogen die von den Flanken des Rinderhorns täglich mit frischem Material „gefüttert“ wird. Das Biwak beziehen wir auf einer vom Steinschlag geschützten Kuppe.


Tag 2: Gipfel und Abstieg


1400
Hm

2700
Hm

18
km

10:30
h

Nach kurzer Nacht stellen wir die Wecker auf 4:30 Uhr und nehmen vor Sonnenaufgang ein kurzes Frühstück ein. Mit Stirnlampe steigen wir vom Biwakplatz von der Seitenmoräne auf den Schwarzgletscher ab. Nun beginnt der Steilaufstieg in Richtung der tiefsten Einsattelung am Grat (Zackenpass, Pt. 3034). Ab ca. 3000 m umgehen wir den sehr steilen Schlussteil in nordöstlicher Richtung und erreichen schliesslich den Zackengrat.

Es folgt ein einfacheres Zwischenstück über den traumhaften Zackengrat. Gegen Ende wird eine Steilstufe (Pt. 3325) umgangen indem wir nordseitig kurz in die Flanke ausweichen. Letztlich erreichen wir den vergletscherten Gipfelaufbau. Ab hier seilen wir an, da sich im Plateau zum Vorgipfel teils mächtige Spalten verbergen. Zuletzt folgen wir dem leichten Verbindungsgrat vom Vor- zum Hauptgipfel.

Der Abstieg folgt der Aufstiegsroute bis zum Biwakplatz und von dort in die Spittelmatte. Als Alternative kann von hier via Gurnigel ins Gasterntal abgestiegen werden.